Evaluation

Wer etwas erreichen will, interessiert sich dafür, ob er Erfolg hatte. Wenn er nach der Einschätzung des Erfolges fragt, ist er daran interessiert, sich weiter zu verbessern. Lorbeeren sind recht schön, wer sich auf ihnen ausruht, trägt sie am falschen Körperteil. Evaluation meint nicht die „Beurteilung“, die wie ein Zeugnis verteilt wird. Sie muss der Weiterentwicklung der Schule oder des Unterrichts dienen. Sie meint schon gar nicht „Verurteilung“, weil sie die Mängel nicht mit Vorwürfen verbindet, sondern mit Entwürfen für künftige Verbessern. Fehler werden für das Lernen genutzt, die Evaluation ist der Schlüssel dafür.

Wer sich für den Erfolg interessiert, fragt häufig nach Ergebnissen. Die kann man oft sehr konkret bestimmen, zählen, berechnen und vergleichen. Haben wir beim Schulfest die erwartete Teilnehmerzahl erreicht? Haben sich an der Projektarbeit alle Schülerinnen und Schüler beteiligt?

Um solche Fragen beantworten zu können, kann man

• Beobachtungen durchführen,

• Befragungen vornehmen, oder

• Aufzeichnungen auswerten.

• ...

Jede Schule und jede Situation ist anders. Von guten Evaluationsbeispielen kann man sich anregen lassen. Unverändert übernehmen kann man sie nicht. Das gilt besonders für Fragebögen, die immer auf die eigene Situation angepasst werden müssen.

Das Wichtigste an der Evaluation ist nicht, welche Daten man erhebt, sondern was man aus ihnen macht. Darum sollten die Datenauswahl , die Auswertung und die Schlussfolgerungen von allen gemeinsam erfolgen.

Wichtig ist, sich Themen für die Evaluation auszusuchen, an denen ein gemeinsames und anhaltendes Entwicklungsinteresse besteht.

 

Gremien der GS Sittensen beschließen für das Schuljahr 2009/10 die Nutzung eines selbst erstellten Fragebogens für die Schüler

Gesamtkonferenz und Schulvorstand haben in ihren Sitzungen mehrheitlich beschlossen, einen selbst entwickelten Fragebogen zu entwerfen, der die Zufriedenheit der Schüler und Schülerinnen mit dem Schulgebäude und dem Gelände der Schule als alleinigen Schwerpunkt setzt. Eine Arbeitsgruppe hat diesen Fragebogen entworfen und die Befragung im Mai/Juni 2010 durchgeführt.

Mittlerweile liegen die Ergebnisse dieser Befragung vor. Die kurze Zusammenfassung sieht demnach wie folgt aus:

  1. Die Befragung zu Wünschen und Vorlieben der SchülerInnen hat ergeben, dass die Kinder insgesamt zufrieden mit der Schule und deren Ausgestaltung sind.
  2. In allen Räumen wünschen sich die SchülerInnen mehr Pflanzen und mehr Farbe.
  3. Der große Hof wird gut angenommen, da es hier viele unterschiedliche Spielmöglichkeiten gibt.
  4. Der kleine Hof wird laut Umfrage weniger genutzt. Im Sommer wird die Sandkiste mit Pumpe ausgiebig benutzt, sonst gibt es hier eher Möglichkeiten zum ruhigeren Spiel. Eine Minderheit von Kindern, die in der Pause eher ruhige Ecken bevorzugen, nutzt den kleinen Hof sehr ausgiebig und wünscht sich noch mehr Verstecke und Rückzugsmöglichkeiten. Kinder, die Ruhe brauchen, finden sie hier.
  5. Die Arbeitsgruppen auf den Fluren werden fast nur von den höheren Klassen genutzt, die ersten und zweiten Klassen arbeiten eher im Klassen- oder Gruppenraum.
  6. Ausstellungen auf den Fluren werden von allen gerne angeschaut.
  7. Die Hallen (Eingang von der Volksbank, Eingang von der Bushaltestelle) werden von den Kindern eher weniger genutzt, zum Teil gar nicht als solche wahrgenommen. Hier wünschen sich die Kinder eine Ausgestaltung als Pausenhalle.
  8. Der Leseraum wird mit zunehmender Lesefähigkeit auch häufiger aufgesucht.

Die benutzten Fragebögen ebenso wie die ausführlichen Ergebnisse können Sie sich unter folgendem Link anschauen.

Fragebogen Evaluation 1. Schuljahr (PDF)

Fragebogen Evaluation 2.-4. Schuljahr (PDF)

Gesamtergebnis (PDF)